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Qualifiziertes Arbeitszeugnis richtig deuten

Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis: Ein handfester Nachweis

Ihre Qualifikationen, Ihre Arbeitsweise, Ihre Leistung – all das dokumentiert ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Dieses erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber. Das Arbeitszeugnis ist ein wichtiges Dokument bei der Bewerbung: Es dient als Nachweis Ihrer Fähigkeiten und als wichtige Entscheidungsgrundlage für den Arbeitgeber bei der Einstellung.

Gut zu wissen

Als Arbeitnehmer haben Sie Recht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis: Bei einer Kündigung ist der Arbeitgeber verpflichtet, auf Anfrage ein Arbeitszeugnis innerhalb von vier Wochen auszustellen.

In Ihrem Zeugnis stehen Dinge, die nicht stimmen? Dann können Sie im Zweifel sogar vor Gericht ziehen. In jedem Fall sollten Sie falsche Darstellungen im Zeugnis richtig stellen lassen – es geht schließlich um Ihre Leistung. Oft genügt schon die einfache Bitte um Änderung oder Ergänzung einzelner Stellen.

Wie sieht ein Zeugnis aus?

Wann waren Sie wo beschäftigt? Was haben Sie dort geleistet? Diese Angaben sollte jedes Arbeitszeugnis enthalten. Das sogenannte einfache Zeugnis bescheinigt Art und Dauer der Beschäftigung und entspricht einer formellen Arbeitsbescheinigung. Häufiger ist ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Es enthält zusätzlich eine ausführliche Beurteilung von Führung, Leistung und Qualität.

Checkliste für ein qualifiziertes Arbeitszeugnis

  • Es sollte auf Firmenpapier gedruckt und mit der Überschrift „Zeugnis“ oder „Arbeitszeugnis“ überschrieben sein.
  • Es sollte Namen, Geburtsdatum und Adresse des Mitarbeiters enthalten.
  • Die Tätigkeit und der Einsatzbereiche sollten genau beschrieben sein. Sie bestätigen späteren Arbeitgebern bestimmte Arbeitserfahrungen (z. B. Führungsverantwortung, innerbetrieblicher Werdegang). Hier ist auch eine Auflistung möglich.
  • Es sollte den Grund des Ausscheidens aus dem Betrieb enthalten.
  • Die Dauer der Beschäftigung sollte mit dem vertraglich festgesetzten Beschäftigungsbeginn und dem Ausscheiden aus der Firma angegeben sein. Ausfallzeiten durch Krankheit, Streik, Beurlaubung werden nicht erwähnt.
  • Es sollte eine Beurteilung der erbrachten Leistung nach Qualität, Quantität und Einsatzbereitschaft enthalten sowie besondere oder neu erworbene Kenntnisse.
  • Das Verhalten gegenüber Vorgesetzten und das Verhältnis zu anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollten bewertet sein.
  • Es schließt mit einer Gruß- oder Dankesformel und einer Unterschrift.

Was steht drin?

Schlechte Leistung – die gibt es im Arbeitszeugnis so nicht. Seit den 70er Jahren ist es gesetzlich verboten, negative Seiten des Arbeitnehmers im Arbeitszeugnis aufzuführen. Es darf seitdem nur noch positive Formulierungen enthalten. Die Folge: Unter Personalern hat sich eine eigene Zeugnissprache entwickelt. Diese besteht aus Standardformulierungen, die je nach Ausprägung Rückschluss auf die tatsächlich geleistete Arbeitsqualität und -leistung geben.

Beispiel:
„stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ oder „zu unserer vollen Zufriedenheit“ oder „stets zu unserer Zufriedenheit“ oder „zu unserer Zufriedenheit“ oder „zufriedenstellend“

Grundsätzlich gilt: Nicht angesprochene Punkte im Arbeitszeugnis werden eher negativ als positiv gewertet. Ebenso wird ein nicht vorhandenes Arbeitszeugnis als schlechtes Zeugnis gewertet. Im Anschreiben können Sie ein fehlendes Zeugnis erklären.

Beispiele für Formulierungen und ihre Übersetzung:

Formulierung im Zeugnis Bedeutung
Sein Verhältnis zu Vorgesetzten und Mitarbeitern war gleichermaßen vorbildlich sehr gut
Wir wünschen ihr auch in Zukunft viel Glück und Erfolg sehr gut
Wir bedauern sein Ausscheiden guter Mitarbeiter
Sie bemühte sich, unseren Anforderungen gerecht zu werden unzureichend
Er zeigte Interesse und Verständnis für seine Aufgaben unzureichend
Für die Belange der Belegschaft Betriebsrätin, hatte sie stets ein offenes Ohr Betriebsrätin, Gewerkschaft
Wir wünschen ihr in Zukunft eine gute Gesundheit häufig krank
Wir haben uns im gegenseitigen wir haben ihm/ihr Einvernehmen getrennt wir haben ihm / ihr gekündigt

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