5 Tipps zur richtigen Einnahme von Medikamenten

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Musstest du schon einmal ein Medikament einnehmen und hattest das Gefühl, dass es deine Beschwerden gar nicht lindert oder hat es unangenehme Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen hervorgerufen? Dann hast du es möglicherweise falsch eingenommen. Wie es richtig geht, dass erklärt die AOK Niedersachsen einfach und verständlich – sogar für Nicht-Muttersprachler.

1: Nimm das Medikament zum richtigen Zeitpunkt ein.

Manche Arzneimittel wirken besser, wenn man vor der Einnahme nichts gegessen hat. Im Beipackzettel steht dann „Auf nüchternen Magen einnehmen“. 30 bis 60 Minuten sollten zwischen Einnahme und Nahrungsaufnahme liegen. Nach einer Mahlzeit solltest du mindestens zwei Stunden warten. Greift das Medikament bspw. die Magenschleimhaut an, ist es wichtig die Einnahmehinweise zu befolgen.  Andernfalls kann es zu unangenehmen Bauchschmerzen oder Übelkeit kommen.

2: Beachte die Art der Einnahme.

Tabletten, Kapseln und Dragees müssen häufig geschluckt werden – am besten gemeinsam mit einem großen Glas Wasser ohne Kohlensäure und in aufrechter Körperhaltung. Steht in der Packungsbeilage „zergehen lassen“? Dann legst du dir das Medikament UNTER die Zunge, bis es sich aufgelöst hat. So gelangen die Wirkstoffe rasch über die Mundschleimhaut in den Körper. Es gibt auch Kau- oder Lutschtabletten. Die vorgegebene Art der Einnahme steht meistens schon gut sichtbar auf der Packung.

3: Vermeide bestimmte Lebensmittel.

Wer hätte das gedacht? Eine Grapefruit oder Grapefruitsaft solltest du lieber nicht zu dir nehmen, wenn du ein Arzneimittel verordnet bekommen hast. Denn Grapefruit hemmt den Abbau von zahlreichen in Arzneimitteln enthaltenen Wirkstoffen. Auch Alkohol erzielt diesen Effekt, verzichte deshalb lieber darauf. Milchprodukte in Kombination mit bestimmten Antibiotika können zu unerwünschten Wechselwirkungen führen. Auch Kaffee oder Tee in Kombination mit der Medikamenten-Einnahme können problematisch sein, denn darin sind Gerbstoffe enthalten, die die Wirkung verschlechtern können.

4: Lagere deine Medikamente richtig.

Die Faustregel: keine Hitze, keine hohe Luftfeuchtigkeit und keine direkte Sonneneinstrahlung. Medikamente sollten bei einer Raumtemperatur von 15 bis maximal 25 °C aufbewahrt werden. Das Badezimmer ist deshalb ein denkbar schlechter Ort, um Arzneimittel zu verstauen. Hier schwanken Luftfeuchtigkeit und Temperatur viel zu stark. Manchmal sollten Medikamente in den Kühlschrank gelegt werden, einen entsprechenden deutlichen Hinweis wirst du dann auf der Packungsbeilage finden. Medikamente ohne diesen Hinweis gehören nicht in den Kühlschrank.

5: Vorsicht bei der Einnahme von mehreren Medikamenten.

Egal ob verschreibungspflichtige Arznei, frei verkäufliches Medikament oder Nahrungsergänzungspräparat: Es kann zu unerwünschten Wechsel- und Nebenwirkungen kommen, wenn mehrere Wirkstoffe miteinander kombiniert werden. Deshalb hast du Anspruch auf einen Medikationsplan, um den Überblick zu behalten – sprich dazu deinen Arzt an. Der Blick in einen Medikationsplan kann übrigens auch dann sehr sinnvoll sein, wenn du einen erkrankten Angehörigen betreuen musst.

Weitere Hinweise zur richtigen Einnahme von Medikamenten sowie eine umfangreiche medizinische Datenbank findest du hier.

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