Reha-Bedarf frühzeitig erkennen und Unterstützung finden

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Ganz gleich, ob akut oder chronisch erkrankt, egal ob psychisch oder physisch: Wenn die Rückkehr in einen normalen Alltag oder den Beruf gefährdet ist, gilt es frühzeitig zu handeln! Eine Rehabilitation, kurz Reha, hilft dir dabei, buchstäblich wieder auf die Beine zu kommen. Doch wann wird es Zeit für eine Reha?

Eine Reha sollte beantragt werden, wenn eine ärztliche Behandlung der gesundheitlichen Einschränkung inklusive verschriebener Medikamente nicht ausreicht oder seit längerer Zeit eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit besteht. Eine Rehabilitationsmaßnahme dient dazu, mit den Folgen einer Erkrankung besser zurechtzukommen und/ oder eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Entweder entsteht der Bedarf nach einer Behandlung im Krankenhaus oder deine Ärztin/ dein Arzt regt eine Reha an. Deine Krankenkasse berät dich zur Antragstellung und zu der passenden Form einer Reha.

Wenn eine ständige ärztliche Überwachung nicht erforderlich ist, eine passende wohnortnahe Einrichtung gefunden werden kann und du ungern längere Zeit von zuhause getrennt sein möchtest, ist eine ambulante Reha das Richtige. Sie findet tagsüber in der Nähe deines Wohnortes und längstens 20 Behandlungstage lang statt. Am Ende eines Therapietages können die erlernten Übungen direkt angewendet werden und du verlebst deinen Alltag in deiner gewohnten Umgebung. Genau das kann für die Genesung jedoch auch hinderlich sein und so ist es manchmal hilfreich, ein paar Wochen nicht zuhause zu sein – zum Beispiel bei psychischen Erkrankungen. In dem Fall oder wenn eine ambulante Behandlung aus anderen Gründen nicht durchführbar ist, kommt eine stationäre Reha in einer zugelassenen Einrichtung infrage. Diese kann in der Nähe des Wohnortes, aber auch weiter entfernt liegen. Die Patientinnen und Patienten können sich dort herausgelöst vom Alltag in der Regel drei Wochen lang um ihre gesundheitlichen Probleme kümmern.

Für beide Reha-Formen gilt:

– Fachärzte und Therapeuten sorgen für eine individuelle und ganzheitliche Betreuung und Beratung.

– Die Reha kann in der Regel frühestens nach Ablauf von vier Jahren wiederholt werden.

– Du kannst der Krankenkasse deine Wünsche zu einer bestimmten Rehabilitationseinrichtung nennen, woraufhin geprüft wird, ob diesen Wünschen entsprochen werden kann. Dabei wird auch die persönliche Lebens- und Familiensituation beachtet.

– Bei medizinischer Notwendigkeit kann eine Reha-Maßnahme verlängert werden.

Die individuellen Ziele deiner Rehabilitation werden mit dem behandelnden Arzt besprochen und dann in der Einrichtung in einem Therapieplan festgehalten. Diese können sein:

  • Verbesserung der körperlichen Ausdauer (Kondition)
  • Bewältigung des Alltags
  • Schmerzlinderung
  • verbesserte Stressbewältigung
  • Erlernen von Strategien zur Krankheitsbewältigung

Wer zahlt eine Reha-Maßnahme?

Das kommt darauf an, was die Reha bewirken soll und aus welcher Situation heraus die Erkrankung entstanden ist. In vielen Fällen wird die Reha von deiner gesetzlichen Krankenkasse, zum Beispiel die AOK (>Link), gezahlt – abzüglich eines Eigenanteils von zehn Euro pro Tag. Wurde der Reha-Bedarf durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit hervorgerufen? Dann ist unter anderem die gesetzliche Unfallversicherung zuständig. Wenn mit einer Maßnahme die Rückkehr in das Arbeitsleben ermöglicht werden soll, solltest du dich an die Rentenversicherung wenden. Für eine erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung berät dich das BNW gern zu unterschiedlichen Möglichkeiten. Wir nennen dieses Angebot „Individuelles Rehamanagement“ und sehen uns als externe Begleiter für die (Re-)Integration in den Beruf – begleitend bzw. ergänzend zu einer Reha. Damit auch bei psychischen Belastungen der Weg zurück zum Arbeitsplatz gelingt, helfen wir umgehend, wenn beispielsweise eine therapeutische Intervention nicht sofort umgesetzt werden kann. Weitere Infos zum Individuellen Rehamanagement findest du hier: www.bnw-irm.de.

 

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